Eigenheimversicherung Österreich 2026 – Ratgeber für Hausbesitzer
Eigenheimversicherung in Österreich: Was die Wohngebäudeversicherung deckt, wann sie bei Hypothek Pflicht ist, was Hochwasser- und Erdbeben-Klauseln wirklich bedeuten – mit Quellen von VVO, FMA und KFV.
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Direkte Antwort: Was deckt eine Eigenheimversicherung in Österreich ab und was kostet sie?
Die Eigenheim- bzw. Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst – also Dach, Mauern, fest verbaute Heizung, Sanitäranlagen, Einbauküche und Nebengebäude – gegen Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser und Glasbruch. Sie ersetzt keine Möbel oder Elektronik – dafür brauchst du zusätzlich eine Haushaltsversicherung. Eine indikative Prämienspanne 2026 liegt laut Marktbeobachtung von durchblicker und Konsument bei etwa 200 € bis 600 € pro Jahr für ein Einfamilienhaus, abhängig von Wohnfläche, Bauweise und Risikozone. Bei Hypothek verlangen die meisten Banken einen Nachweis als Sicherheit – seit der KIM-Verordnung (FMA) gehört eine intakte Gebäudeversicherung faktisch zum Standardpaket einer Wohnimmobilienfinanzierung.
Das Wichtigste in Kürze
- Eigenheim ≠ Haushalt: Die Eigenheimversicherung deckt das Gebäude, nicht den Hausrat. Möbel, Elektronik und Kleidung gehören in eine separate Haushaltsversicherung.
- Pflicht bei Kredit: Banken fordern bei Hypotheken einen Nachweis – die KIM-Verordnung der FMA macht eine solide Absicherung praktisch unverzichtbar.
- Hochwasser ist heikel: In Risikozonen kann die Überschwemmungsdeckung ausgeschlossen, gedeckelt oder nur mit hoher Selbstbeteiligung möglich sein. Die HORA-Karte zeigt deine Gefährdungsstufe.
- Erdbeben ist meist optional und nicht in der Grunddeckung – relevant vor allem im Wiener Becken, Mur-Mürz-Furche und Tirol.
- Indikative Prämie 2026: rund 200–600 €/Jahr für ein 150-m²-Einfamilienhaus (Stand: Mai 2026, Quelle: durchblicker-Marktbeobachtung, Konsument-Tests).
- Wertermittlung Neuwert vermeidet Unterversicherung – der Versicherungsverband VVO stellt dafür Tools bereit.
Eigenheimversicherung bei durchblicker prüfen
Was ist eine Eigenheimversicherung – und was ist sie nicht?
Eine Eigenheimversicherung ist in Österreich der Sammelbegriff für die Wohngebäudeversicherung eines Hausbesitzers, oft kombiniert mit einer eigenen Bauherren- und Haus-/Grundbesitzerhaftpflicht. Sie schützt also die Substanz des Hauses und die Risiken, die aus deinem Eigentum an Grund und Boden entstehen.
Was sie typischerweise nicht abdeckt, ohne Zusatzbaustein:
- Bewegliche Einrichtung (Möbel, Geräte, Kleidung) – dafür ist die Haushaltsversicherung zuständig.
- Schäden, die du selbst grob fahrlässig verursachst, werden je nach Tarif anteilig oder gar nicht ersetzt.
- Hochwasser in ausgewiesenen Roten Zonen laut HORA – hier sind Ausschlüsse oder Sublimits üblich.
- Konsumelektronik im Nebengebäude (Schuppen, Garage), wenn dort keine ausreichende Sicherung verbaut ist.
Diese Trennung zwischen Wohngebäude und Hausrat ist in Österreich klar geregelt. Auf der Branchenseite des Versicherungsverbands VVO findest du Beispielbedingungen und Schadenstatistiken, die das illustrieren.
Welche Gefahren deckt eine Eigenheimversicherung ab?
Die Grunddeckung folgt einem Bündel an "klassischen" Gefahren. Detailregelungen können je nach Versicherer und Tarif abweichen – die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) sind hier maßgeblich.
| Gefahr | In Grunddeckung? | Typischer Hinweis |
|---|---|---|
| Feuer, Brand, Blitzschlag, Explosion | Ja | Klassisches Brandschadenpaket inkl. Folgeschäden. |
| Sturm (ab Windstärke 8) & Hagel | Ja | Sturmhäufigkeit prüft die KFV-Statistik. |
| Leitungswasser (Rohrbruch, Frost) | Ja | Wartungspflicht beachten; Rückstauschäden oft separat. |
| Glasbruch (Fenster, Wintergarten) | Optional | In Premiumtarifen häufig inkludiert. |
| Überschwemmung & Hochwasser | Mit Einschränkungen | Ausschluss in roten HORA-Zonen möglich; Sublimits. |
| Erdbeben | Optional | Wiener Becken, Mur-Mürz-Furche, Tirol besonders relevant. |
| Schneedruck & Lawinen | Optional | In alpinen Lagen praktisch Pflicht; sonst optional. |
| Einbruchschäden am Gebäude | Ja | Aufgebrochene Türen/Fenster, nicht aber entwendete Möbel. |
Ist die Eigenheimversicherung in Österreich Pflicht?
Gesetzlich nicht – aber praktisch ja, sobald eine Hypothek im Spiel ist. Banken machen den Versicherungsnachweis seit Jahren zur Voraussetzung für die Auszahlung des Kredits. Seit der KIM-V der FMA (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen) sind die Auflagen für Wohnimmobilienkredite strenger – eine solide Gebäudeabsicherung ist Teil der branchenüblichen Risikoprüfung.
Auch ohne Kredit ist die Police aus zwei Gründen ratsam:
- Wiederbeschaffungswert: Laut Statistik Austria liegen die Neubaukosten 2025/26 in Österreich je nach Region und Bauweise zwischen 2.500 und 3.800 €/m². Ein Totalschaden ohne Versicherung ruiniert die meisten Haushalte.
- Haftpflichtkomponente: Als Hauseigentümer haftest du nach § 1319 ABGB für Schäden, die durch dein Gebäude an Dritten entstehen – z. B. eine herabstürzende Dachziegel.
Selbstbeteiligung richtig wählen
Die Selbstbeteiligung – auch Selbstbehalt genannt – ist der Anteil, den du im Schadenfall selbst trägst. Wer die Prämie drücken will, sollte hier rechnen statt raten.
| Selbstbehalt | Effekt auf die Prämie | Sinnvoll für |
|---|---|---|
| 0 € | Höchste Prämie | Risikoaverse Eigentümer ohne Rücklagen |
| 150–300 € | Üblicher Marktdurchschnitt | Standardfall, vernünftige Balance |
| 500 €+ | Deutlich niedrigere Prämie | Wer Rücklagen hat und kleine Schäden selbst tragen kann |
Wichtig: Mache nicht den Fehler, den Selbstbehalt über deinem realen Sparpolster anzusetzen. Ein 500-€-Selbstbehalt nützt wenig, wenn nach einem Wasserrohrbruch das Konto leer ist.
Naturkatastrophen-Klauseln: Hochwasser, Sturm, Erdbeben
Das ist der Punkt, an dem die meisten Eigenheimversicherungen sich wirklich unterscheiden – und an dem Fehlentscheidungen teuer werden. Eine pauschale Aussage wie "die Versicherung deckt alle Naturkatastrophen" ist in Österreich nicht zutreffend. Drei Klauseln solltest du im Detail prüfen, bevor du unterschreibst.
Hochwasser & Überschwemmung
Die HORA-Gefahrenzonenkarte des Lebensministeriums teilt Österreich in Risikozonen ein. In Roten Zonen ist eine Hochwasserdeckung oft nicht erhältlich oder nur mit hohen Sublimits (z. B. gedeckelt auf 5.000–10.000 €). In Gelben Zonen sind Selbstbehalte ab 1.000 € üblich. Außerhalb der ausgewiesenen Gefahrenzonen ist die Deckung in der Regel Teil der "Elementarschadenversicherung" gegen Aufpreis. Der Klimastatusbericht des CCCA zeigt, dass Hochwasserereignisse in Mitteleuropa zunehmen – die Branche kalkuliert das längst ein.
Erdbeben
Österreich ist kein typisches Erdbebenland, aber das Geophysikalische Erdbebenmonitoring der ZAMG/Geosphere Austria registriert jährlich mehrere spürbare Beben. Stärker betroffen sind das Wiener Becken (z. B. Neunkirchen, Wiener Neustadt), die Mur-Mürz-Furche in der Steiermark und Teile Tirols. Wer dort baut, sollte die Erdbeben-Option ernst nehmen – die Mehrprämie ist überschaubar (oft 20–60 €/Jahr), die mögliche Schadensumme im fünfstelligen Bereich.
Sturm- und Hagelschäden
Sturm ist in der Grunddeckung enthalten – aber meist erst ab Windstärke 8 (ca. 62 km/h). Die Schadenstatistik des KFV zeigt, dass Sturm- und Hagelereignisse in den letzten zehn Jahren in Österreich zugenommen haben. Achte darauf, ob auch Folgeschäden (z. B. Wasserschaden durch beschädigtes Dach) inkludiert sind.
Praxistipp: Lies die Versicherungsbedingungen für "Elementarereignisse" Wort für Wort. Wenn dein Versicherer "Überschwemmung nach starkem Niederschlag" nicht ausdrücklich einschließt, ist Hochwasser möglicherweise ausgeschlossen.
Wertermittlung: Neuwert vs. Zeitwert
Eine der häufigsten Ursachen für böse Überraschungen im Schadenfall ist Unterversicherung. Der Versicherer ersetzt im Schadenfall maximal anteilig, wenn die vereinbarte Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Wert liegt.
- Neuwert (Wiederbeschaffungswert): Was es kosten würde, das Haus heute neu zu errichten. Das ist der empfohlene Standard für selbst genutzte Eigenheime.
- Zeitwert: Aktueller Wert unter Berücksichtigung von Alter und Abnutzung. Relevant z. B. bei sehr alten Gebäuden, die du ohnehin sanierungsbedürftig findest.
- Gleitneuwert: Die Versicherungssumme wird jährlich an den Baupreisindex der Statistik Austria angepasst – damit bleibst du auch bei Inflation korrekt versichert.
Der VVO bietet Wertermittlungs-Tools an. Viele Versicherer rechnen den "Wert 1914" mit Multiplikator. Lass dir die Rechnung transparent erklären – wenn der Berater nicht weiß, wovon er spricht, wechsle den Anbieter.
Was kostet eine Eigenheimversicherung in Österreich?
Indikative Marktwerte 2026 für ein 150-m²-Einfamilienhaus in Massivbauweise mit Standarddeckung (Stand: Mai 2026, Quelle: durchblicker-Marktbeobachtung, Konsument-Tests):
| Bundesland | Indikative Jahresprämie | Treiber | |------------|------------------------|---------| | Wien | ca. 250–400 € | Höhere Bebauungsdichte, Einbruchsrisiko | | Niederösterreich | ca. 200–350 € | Sehr regional – HORA-Zone entscheidend | | Oberösterreich | ca. 200–340 € | Sturmexposition im Mühl- und Innviertel | | Tirol | ca. 240–420 € | Lawinen-, Sturm- und Erdbebenrisiko | | Steiermark | ca. 200–360 € | Mur-Mürz-Furche relevant für Erdbeben | | Kärnten | ca. 220–380 € | Hochwasserprofil in Gail- und Drautal | | Salzburg | ca. 220–370 € | Schneedruck in Bergregionen | | Vorarlberg | ca. 220–360 € | Kleiner Markt, dafür hochwertige Bausubstanz | | Burgenland | ca. 200–330 € | Sturmrisiko Seewinkel |
Werte sind grobe Orientierung – die individuelle Prämie hängt von Wohnfläche, Bauweise, Wert, Selbstbehalt und Risikozone ab. Verbindliche Angebote nur über einen offiziellen Marktblick wie durchblicker.
Welche Faktoren beeinflussen die Prämie?
| Faktor | Effekt |
|---|---|
| Gebäudewert (Neuwert) | Linear: höhere Versicherungssumme = höhere Prämie |
| Bauweise | Massivbau günstiger als Holzriegel- oder Fertighaus |
| Risikozone (HORA) | Rote Zone kann Deckung verteuern oder ausschließen |
| Selbstbehalt | Höherer Selbstbehalt = niedrigere Jahresprämie |
| Vertragslaufzeit | 10-Jahres-Bindung mit Dauerrabatt |
| Zusatzbausteine | Glasbruch, Elementarschäden, Schneedruck |
| Sicherheitstechnik | Alarm, gesicherte Tür: oft 5–10 % Rabatt |
Rohbauversicherung: Schutz während der Bauphase
Wenn du baust statt kaufst, brauchst du eine Rohbauversicherung zusätzlich oder als Vorstufe zur regulären Eigenheimversicherung. Sie deckt typischerweise Brand und Blitzschlag während der Errichtung, Sturmschäden am Rohbau und enthält je nach Tarif eine Bauherrenhaftpflicht.
Viele Versicherer inkludieren die Rohbauversicherung für eine begrenzte Zeit (oft 9–12 Monate) prämienfrei, wenn du zusichert, anschließend die reguläre Eigenheimversicherung beim gleichen Anbieter abzuschließen. Die Bank wird im Rahmen der KIM-V-Auflagen meist einen entsprechenden Nachweis sehen wollen, bevor sie weitere Kredittranchen freigibt.
Wichtig: Sobald du das Haus beziehst oder der Bau abgeschlossen ist, muss die Rohbauversicherung in eine vollwertige Eigenheimversicherung umgewandelt werden. Wer das vergisst, läuft mit fehlender Deckung herum. Wenn du den Hauskauf über einen Kredit finanzierst, sieh dir auch unseren Immobilienkredit-Ratgeber an.
Haftpflichtkomponente in der Eigenheimversicherung
Die meisten Eigenheimpolizzen inkludieren eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Sie schützt vor Ansprüchen Dritter, wenn jemand auf deinem Grundstück verletzt wird oder Sachen beschädigt werden – etwa der herabstürzende Ast, die vereiste Stiege oder der lockere Dachziegel.
Drei typische Bausteine:
- Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Personen- und Sachschäden Dritter auf deinem Grund.
- Bauherrenhaftpflicht: während Um-/Anbau oder Sanierung.
- Öltank- oder Wärmepumpenhaftpflicht: Umweltschäden durch Heizöl, Kältemittel.
Beachte: Die Privathaftpflicht (für allgemeine Alltagsfehler) ist nicht automatisch dabei. Sie steckt in der Regel in der Haushaltsversicherung – siehe Haushaltsversicherung Ratgeber.
Was tun im Schadenfall?
Ein strukturierter Ablauf hilft, im Stress nichts zu vergessen:
- Sofort handeln: Gefahr abwenden (Wasser abdrehen, Stromkreis ausschalten), aber nichts verändern, bevor du dokumentiert hast.
- Dokumentieren: Fotos, Videos, Notizen zum Hergang. Idealerweise mit Datum/Uhrzeit per Smartphone.
- Schaden melden: Innerhalb von 3 Werktagen bei deinem Versicherer – schriftlich oder über das Online-Portal.
- Polizei: Bei Einbruch, Brandstiftung, Vandalismus – Anzeige ist Pflicht.
- Sachverständiger: Bei größeren Schäden schickt der Versicherer einen Gutachter. Du darfst eigenständig einen Gegengutachter beauftragen.
- Rechtsfragen: Bei Streitigkeiten hilft die Arbeiterkammer mit kostenloser Erstberatung, der VKI für Verbraucherrechtsthemen.
Anbieter und Marktblick
In Österreich teilen sich rund ein Dutzend Anbieter den Markt für Wohngebäudeversicherungen. Über durchblicker.at lassen sich Tarife mehrerer Anbieter mit identischen Eingaben gegenüberstellen. Typische Marktteilnehmer:
- Donau Versicherung
- ERGO Austria
- Generali Österreich
- Grawe
- HDI
- Helvetia
- Merkur Versicherung
- UNIQA
- Wiener Städtische
- Zurich
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Worauf solltest du beim Abschluss achten?
1. Versicherungssumme realistisch ansetzen
Lass dir den Neuwert deines Gebäudes ermitteln – über den Wohnnetz-Index der Statistik Austria, eine Bewertung des VVO oder einen unabhängigen Sachverständigen. Gleitneuwertklausel einbauen, damit Inflation nicht zu schleichender Unterversicherung führt.
2. AVB Wort für Wort lesen
Was nicht in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen steht, wird nicht ersetzt. Achte besonders auf Ausschlüsse, Sublimits, Wartungspflichten und die Definition von "grober Fahrlässigkeit".
3. Beratung in Anspruch nehmen
Die Arbeiterkammer und der VKI bieten Versicherungschecks. Ein unabhängiger Versicherungsmakler ist die zweite Anlaufstelle.
4. Laufzeit klug wählen
10-Jahres-Bindungen bringen Rabatte, schränken dich aber ein. Ein 3- oder 5-Jahres-Vertrag mit Wertanpassung ist häufig die bessere Mischung aus Flexibilität und Prämienvorteil.
Kündigung und Wechsel
Die Kündigungsfrist beträgt in Österreich nach § 8 Versicherungsvertragsgesetz (VersVG) drei Monate vor Vertragsende. Sonderkündigungsrechte gibt es:
- Nach einem Schadenfall: Beide Seiten können binnen 1 Monat kündigen.
- Bei Prämienerhöhung: Wenn der Versicherer einseitig erhöht, hast du ein außerordentliches Kündigungsrecht.
- Bei Eigentümerwechsel: Der Käufer tritt automatisch in die laufende Polizze ein, kann aber binnen 1 Monat kündigen.
Vor dem Wechsel: neuen Vertrag zuerst fixieren, Lücke vermeiden. Bei durchblicker lassen sich Vergleichsangebote anfordern, ohne den aktuellen Vertrag kündigen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Eigenheimversicherung und Haushaltsversicherung?
Die Eigenheim- bzw. Wohngebäudeversicherung deckt das Gebäude (Mauerwerk, Dach, fest verbaute Sanitäranlagen, Heizung). Die Haushaltsversicherung deckt den beweglichen Hausrat (Möbel, Geräte, Kleidung). Beide schließen sich nicht aus – die meisten Hauseigentümer brauchen beide.
Ist die Eigenheimversicherung in Österreich gesetzlich vorgeschrieben?
Gesetzlich nicht. Sobald aber eine Hypothek im Spiel ist, fordert die Bank im Rahmen der KIM-V der FMA praktisch immer einen Versicherungsnachweis. Auch ohne Kredit ist sie aus Risikogründen dringend zu empfehlen.
Was kostet eine Eigenheimversicherung 2026 für ein Einfamilienhaus?
Indikative Spanne: etwa 200–600 € pro Jahr für ein 150-m²-Massivhaus, abhängig von Bundesland, Bauweise, Wert, Selbstbehalt und Zusatzbausteinen (Quelle: durchblicker-Marktbeobachtung, Konsument-Tests, Stand Mai 2026).
Ist Hochwasser automatisch versichert?
Nein. In ausgewiesenen roten HORA-Zonen ist die Deckung oft ausgeschlossen oder stark gedeckelt. In gelben Zonen üblich mit Selbstbehalt. Außerhalb der Risikozonen ist eine Elementarschadenversicherung gegen Aufpreis sinnvoll. Prüfe deine Lage auf hora.gv.at.
Brauche ich Erdbebenschutz in Österreich?
Sinnvoll in seismisch aktiveren Regionen – Wiener Becken, Mur-Mürz-Furche, Tirol. Die Mehrprämie ist meist überschaubar (etwa 20–60 €/Jahr) und steht im Vergleich zum potentiellen Schaden in einem günstigen Verhältnis.
Kann ich die Eigenheimversicherung von der Steuer absetzen?
Für selbst genutztes Wohneigentum nein. Bei vermieteten Objekten kannst du die Prämie als Werbungskosten von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzen. Details bei der Wirtschaftskammer oder dem zuständigen Finanzamt.
Was tue ich bei Streit mit dem Versicherer?
Erste Anlaufstellen: Beschwerdestelle des Versicherers, dann die Versicherungsombudsstelle des VVO, die Arbeiterkammer, der VKI und im Streitfall der Zivilrechtsweg.
Fazit
Die Eigenheimversicherung schützt das, was meist die größte einzelne Investition eines Haushalts ist: das Gebäude. Wer die Deckung nüchtern liest, die Risikozonen seines Grundstücks prüft und die Versicherungssumme realistisch ansetzt, kann die Prämie um Hunderte Euro pro Jahr drücken, ohne wesentliche Schutzlücken zu erzeugen.
Drei Hebel, die fast immer Sinn machen:
- Neuwert mit Gleitneuwertklausel statt Zeitwert.
- Selbstbehalt an die eigene Liquidität anpassen, nicht maximieren.
- Hochwasser, Erdbeben und Schneedruck individuell prüfen, nicht pauschal "alles dazu".
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Zur Eigenheimversicherung auf durchblicker.at
Weiterführende Ratgeber
- Haushaltsversicherung Österreich 2026: Ratgeber – für den beweglichen Hausrat
- Hausratversicherung Österreich 2026 – Detailfragen zum Inventar
- Immobilienkredit Ratgeber Österreich 2026 – Finanzierung und KIM-V
- HORA-Gefahrenzonenkarte – offizielles Risikoportal
- Versicherungsverband VVO – Branchenstatistiken und Musterbedingungen
- Finanzmarktaufsicht (FMA) – Versicherungsaufsicht und KIM-V
Hinweis: Dieser Ratgeber dient zur allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Versicherungsberatung. Prämien, Bedingungen und Bundesland-Spezifika ändern sich laufend. Für ein verbindliches Angebot oder eine konkrete Vertragsempfehlung wende dich an einen unabhängigen Versicherungsmakler oder die jeweiligen Anbieter.
Autor: Thomas Gruber – Stand: 27. Mai 2026
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Stand der Informationen: November 2024. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
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