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Autoversicherung Österreich: Kasko & Bonus-Malus 2026

Autoversicherung Österreich 2026: Haftpflicht, Teil- und Vollkasko sowie das Bonus-Malus-System erklärt. Mit Spartipps und Wechsel-Anleitung.

Von CheckEverything.at Redaktion27. Mai 202617 Min. LesezeitAktualisiert am 25. Juli 2026

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Wichtiger Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Preise, Konditionen und Angebote können sich jederzeit ändern. Vor Abschluss einer Versicherung prüfen Sie die aktuellen Konditionen bitte direkt beim jeweiligen Anbieter.

Welche Autoversicherung brauchen Sie in Österreich 2026? Pflicht ist allein die KFZ-Haftpflicht. Die Versicherungspflicht regelt § 1 KHVG, und ohne Versicherungsnachweis gibt es nach § 59 KFG keine Zulassung. Teilkasko und Vollkasko sind freiwillig und richten sich nach Fahrzeugwert, Alter und Ihrem Risikoprofil. Über das Bonus-Malus-System passt sich Ihre Prämie laufend Ihrer Schadenfreiheit an.

Das Wichtigste in Kürze:

  • KFZ-Haftpflicht ist Pflicht (§ 1 KHVG). Ohne Versicherungsnachweis keine Zulassung (§ 59 KFG)
  • Bonus-Malus: die meisten Versicherer nutzen rund 18 Stufen. Jedes schadenfreie Jahr macht die Prämie günstiger, jeder Schaden teurer
  • Mindestversicherungssumme: 7,79 Mio. Euro pauschal je Schadenfall, davon 6,45 Mio. Euro für Personenschäden (Stand seit Oktober 2024)
  • Teilkasko lohnt sich meist ab etwa drei Jahren, Vollkasko für Neuwagen und Leasing
  • Wechselfrist: ein Monat vor Hauptfälligkeit (oft der 30. November bei Jahresende-Vertrag)
  • Vor Abschluss bekommen Sie ein IPID-Informationsblatt zu Versicherungsprodukten (EU-Vorgabe, in Österreich seit 2019)
Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2026 — Redaktion: CheckEverything.at Redaktion

Bevor wir ins Detail gehen: Wenn Sie ohnehin schon Tarife rechnen wollen, finden Sie im Überblick zur Autoversicherung in Österreich den Tarifrechner und die wichtigsten Anbieter auf einen Blick. Dieser Ratgeber erklärt das Drumherum. Was die einzelnen Bausteine leisten, wie das Bonus-Malus-System funktioniert und worauf Sie beim Wechsel achten.

Die drei Arten der Autoversicherung

In Österreich gibt es drei Bausteine. Einer ist Pflicht, die anderen beiden wählen Sie nach Bedarf.

1. KFZ-Haftpflichtversicherung (Pflicht)

Die Haftpflicht ist für jedes in Österreich zugelassene Fahrzeug vorgeschrieben. Die Versicherungspflicht selbst steht im Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgesetz (KHVG § 1, RIS); dass Sie den Nachweis für die Zulassung brauchen, regelt § 59 KFG. Ohne gültige Haftpflichtdeckung bekommen Sie kein Kennzeichen.

Die Haftpflicht zahlt, wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug einen Schaden bei Dritten verursachen: Personen-, Sach- oder Vermögensschaden. Eigene Schäden sind nicht abgedeckt.

Was die Haftpflicht abdeckt:

  • Personenschäden bei Dritten (Heilkosten, Schmerzensgeld, Verdienstentgang, Rente)
  • Sachschäden an fremdem Eigentum (Fahrzeug, Mauer, Zaun, Verkehrszeichen)
  • Vermögensschäden (Folgeschäden ohne direkten Sach- oder Personenschaden)
  • Kosten der Rechtsverteidigung gegen unberechtigte Ansprüche

Mindestversicherungssummen in Österreich:

  • Pauschal je Schadenfall: 7,79 Mio. Euro
  • davon Personenschäden: 6,45 Mio. Euro
  • Sach- und reine Vermögensschäden: 1,34 Mio. Euro

Diese Summen wurden zuletzt im Oktober 2024 per Verordnung des Justizministeriums angehoben und liegen über dem EU-Mindestniveau. Der ÖAMTC und die Wirtschaftskammer weisen darauf hin, dass die gesetzliche Untergrenze für viele Unfälle reicht, bei schweren Personenschäden mit mehreren Verletzten aber knapp werden kann. Eine höhere Deckungssumme kostet meist wenig Aufpreis. Die Arbeiterkammer rät, hier nicht zu sparen, denn bei der Haftpflicht ist eine großzügige Summe sinnvoller als beim Kasko-Schutz.

2. Teilkasko (Optional)

Die Teilkasko greift bei Schäden, die ohne Unfallbeteiligung entstehen. Sie ergänzt die Haftpflicht und ist für Fahrzeuge zwischen etwa drei und sechs Jahren der typische Mittelweg.

Teilkasko-Leistungen (Standardumfang):

  • Diebstahl und Einbruch
  • Naturereignisse (Hagel, Sturm, Blitzschlag, Überschwemmung, Lawine)
  • Glasbruch (Windschutzscheibe, Seitenscheiben, Heckscheibe)
  • Wildschäden (Zusammenstoß mit Wildtieren)
  • Brand und Explosion
  • Kurzschlussschäden an der Verkabelung
  • Marderbiss inklusive Folgeschäden (achten Sie auf den Selbstbehalt)

Manche Anbieter werben mit "Teilkasko Plus" oder ähnlichen Bezeichnungen. Prüfen Sie die Ausschlüsse. Marderbiss-Folgeschäden und grobe Fahrlässigkeit sind die häufigsten Stolperfallen.

3. Vollkasko (Optional)

Die Vollkasko bietet den umfassendsten Schutz und ist bei Neufahrzeugen, Leasing oder finanzierten Autos meist sinnvoll oder vertraglich vorgeschrieben.

Vollkasko deckt zusätzlich zur Teilkasko:

  • Selbstverschuldete Unfälle (auch ohne fremde Beteiligung)
  • Vandalismus (mutwillige Beschädigung durch Dritte)
  • Parkschäden durch unbekannte Verursacher
  • Fahrerflucht des Unfallgegners
  • Schäden durch grobe Fahrlässigkeit (je nach Tarif)
VersicherungsartEmpfohlen fürDeckungsumfang
HaftpflichtAlle Fahrzeuge (Pflicht)Schäden an Dritten
TeilkaskoFahrzeuge 3–6 Jahre+ Diebstahl, Natur, Glas, Wild
VollkaskoNeufahrzeuge 0–3 Jahre, Leasing+ Selbstverschulden, Vandalismus
Empfehlungen sind Richtwerte. Die passende Wahl hängt von Fahrzeugwert, Kilometerleistung und persönlichem Risikoprofil ab.

Das Bonus-Malus-System in Österreich

Wie funktioniert das System?

Das Bonus-Malus-System belohnt schadenfreies Fahren mit niedrigeren Prämien. Es wirkt auf die Haftpflichtprämie; Teilkasko und Vollkasko folgen oft eigenen Stufenmodellen je Anbieter.

Wichtig zu wissen: Das System ist in Österreich nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten Versicherer verwenden ein ähnliches Modell mit rund 18 Stufen (0–17), einzelne rechnen mit abweichenden Skalen (etwa 0–18). Neuversicherte starten in der Regel auf einer mittleren Stufe (häufig Stufe 9), die etwa der vollen Grundprämie entspricht. Die beste Stufe liegt je nach Anbieter bei ungefähr der Hälfte der Grundprämie. Maßgeblich ist immer Ihre Polizze.

Die Grundregel:

  • Einstieg: Neuversicherte starten meist bei rund 100 % der Grundprämie
  • Schadenfreies Jahr: die Stufe sinkt um eine Position (günstiger)
  • Schadenmeldung: die Stufe steigt spürbar (in vielen Tarifen um drei Positionen)
  • Übertragbarkeit: die Einstufung ist personenbezogen und wandert beim Anbieterwechsel mit

Der ARBÖ und der ÖAMTC bestätigen, dass Ihre Bonus-Malus-Stufe beim Versicherungswechsel erhalten bleibt. Lassen Sie sich vom alten Anbieter eine Schadenfreiheitsbescheinigung schicken, das beschleunigt den Wechsel.

StufeProzentsatz (Richtwert)Beschreibung
niedrigsteca. 50 %Beste Stufe, niedrigste Prämie
Einstieg100 %Startstufe für Neukunden
höchsteca. 200 %Höchste Stufe, höchste Prämie
Die genauen Prozentsätze und die Zahl der Stufen variieren je Versicherer und Tarif. Maßgeblich ist immer Ihre individuelle Polizze.

Kosten der Autoversicherung nach Bundesland

Die Prämien unterscheiden sich spürbar nach Region. In Wien und Teilen Niederösterreichs sind die Tarife im Schnitt höher als in Kärnten, Burgenland oder dem ländlichen Steiermark. Der Grund: mehr Verkehrsdichte, häufiger Diebstahl- und Parkschäden.

Nach Auswertungen der Arbeiterkammer zahlen Autofahrer in Ballungsräumen oft deutlich mehr als in ländlichen Gebieten. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt vom Anbieter, Fahrzeug und Bonus-Malus-Stand ab. Konkrete Zahlen für Ihr Profil ermitteln Sie am besten über einen aktuellen Rechner statt aus Pauschalwerten.

Konkret hilfreich:

  • Die Postleitzahl ist einer der stärksten Tarif-Faktoren
  • Ein Garagenparkplatz bringt häufig 5–15 % Rabatt
  • Nach einem Umzug aus der Großstadt aufs Land lohnt ein neuer Tarifcheck

Das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten (IPID)

Seit die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD, Richtlinie 2016/97) in Österreich gilt, umgesetzt seit 2019, müssen Versicherer Ihnen vor Vertragsabschluss ein standardisiertes Informationsblatt zu Versicherungsprodukten (IPID) aushändigen. Darin stehen Leistungen, Deckungsumfang, Selbstbehalte und Ausschlüsse in einheitlicher Form.

Für Sie ist das ein echter Vorteil. Sie können Angebote nebeneinanderlegen, ohne sich durch unterschiedlich aufgebaute Bedingungswerke zu arbeiten. Wir empfehlen, dieses Blatt von mindestens zwei Anbietern einzuholen und Punkt für Punkt durchzugehen, besonders bei Selbstbehalten und Ausschlüssen. Auf dem Papier ähnliche Tarife können sich im Schadensfall deutlich unterscheiden.

Wechselkennzeichen: ein Kennzeichen für mehrere Fahrzeuge

Wenn Sie zwei oder drei Fahrzeuge besitzen, aber immer nur eines fahren, kann ein Wechselkennzeichen Geld sparen. Damit melden Sie bis zu drei Fahrzeuge derselben Fahrzeugklasse mit einem einzigen Kennzeichen an. Es darf jeweils nur ein Fahrzeug in Betrieb sein, die Tafel wandert mit.

Der Vorteil liegt bei den laufenden Kosten: Die motorbezogene Versicherungssteuer und die Haftpflichtprämie zahlen Sie in voller Höhe nur für das Fahrzeug mit der höchsten Prämie. Für die weiteren Fahrzeuge fällt der Beitrag geringer aus. Details zur Anmeldung und den Voraussetzungen finden Sie auf oesterreich.gv.at; die Anmeldung läuft über die Zulassungsstelle. Für Oldtimer, Cabrios als Zweitwagen oder ein Motorrad neben dem Auto (sofern gleiche Klasse) ist das Modell oft interessant.

Autoversicherung für Fahranfänger

Fahranfänger zahlen in Österreich höhere Prämien. Die Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt: Fahrer unter 25 Jahren sind überproportional häufig in Unfälle verwickelt. Versicherer bilden dieses Risiko in der Prämie ab.

Worauf Sie als Fahranfänger achten sollten:

  • Bei einem Schaden geht es von der Einstiegsstufe schnell mehrere Positionen nach oben
  • Bis zum 25. Lebensjahr greifen häufig Jung-Lenker-Zuschläge
  • Fahrzeuge mit niedriger Motorleistung halten die Prämie realistisch
  • Manche Versicherer geben Rabatt für Fahrsicherheitstrainings (etwa beim ÖAMTC)
  • Das Begleitperson-Modell L17 wirkt sich oft positiv auf den Tarif aus

Ein oft übersehener Hebel: Viele Versicherer erlauben die Übernahme einer guten Bonus-Malus-Stufe von Angehörigen, etwa von den Eltern, wenn deren Fahrzeug kurz zuvor abgemeldet wurde. Fragen Sie beim Anbieter gezielt danach, das kann für Fahranfänger den größten Unterschied ausmachen.

Sparen Sie nicht an der Haftpflicht. Ein schwerer Personenschaden kann mehrere Hunderttausend Euro verursachen. Bei älteren Fahrzeugen dürfen Sie die Teilkasko dagegen ruhig hinterfragen, wenn Sie das Risiko selbst tragen können.

Faktoren, die Ihre Prämie beeinflussen

Versicherer kalkulieren die Prämie aus rund 30 Merkmalen. Die wichtigsten:

Fahrzeugbezogene Faktoren

  • Motorleistung (kW/PS): stärker bedeutet meist teurer
  • Typklasse: je nach Statistik des Versicherungsverbands Österreich (VVO) zugeordnet
  • Fahrzeugalter: ältere Fahrzeuge sind in der Kasko günstiger
  • Wiederbeschaffungswert: maßgeblich für die Vollkasko-Prämie

Personenbezogene Faktoren

  • Alter: Fahrer unter 25 und über 75 zahlen oft mehr
  • Wohnort/Bezirk: die Postleitzahl als Tarif-Faktor
  • Beruf: manche Berufsgruppen bekommen Rabatte
  • Bonus-Malus-Stufe: der größte Einzelhebel auf Ihre Haftpflichtprämie

Nutzungsbezogene Faktoren

  • Jahreskilometer: Wenigfahrer zahlen weniger
  • Abstellort: Garage günstiger als Straße
  • Nutzungsart: privat oder gewerblich

Schadenfall: Schritt für Schritt

Nach einem Unfall zählt ein klarer Ablauf. So vermeiden Sie spätere Streitfragen mit dem Versicherer.

  1. Unfallstelle absichern: Warnblinker, Warnweste, Pannendreieck
  2. Verletzte versorgen, Notruf 112 bei Personenschaden
  3. Polizei: bei Personenschaden Pflicht, bei reinen Sachschäden empfehlenswert, wenn die Schuld unklar ist
  4. Beweise sichern: Fotos vom Unfallort, von beiden Fahrzeugen und der Umgebung
  5. Daten austauschen: Name, Adresse, Kennzeichen, Versicherer, Polizzennummer
  6. Europäisches Unfallprotokoll ausfüllen und beidseitig unterschreiben
  7. Schaden melden: Das Gesetz verlangt eine Meldung "unverzüglich" (§ 33 VersVG). Viele Musterbedingungen nennen konkret eine Woche, halten Sie sich an die kürzere Frist Ihrer Polizze.
  8. Bei Kaskoschäden: überlegen, ob die Selbstzahlung günstiger ist als die Bonus-Malus-Rückstufung

So können Sie bei der Autoversicherung sparen

1. Anbieter regelmäßig prüfen

Ein jährlicher Tarifcheck kann mehrere Hundert Euro sparen. Langjährige Kunden zahlen oft mehr als Neukunden, denn Treue wird in der KFZ-Versicherung selten belohnt.

2. Richtige Deckung wählen

  • Bei Fahrzeugen über sechs Jahren reicht oft Teilkasko oder nur Haftpflicht
  • Die Vollkasko-Prämie regelmäßig gegen den aktuellen Fahrzeugwert prüfen
  • Unter etwa 5.000 Euro Wiederbeschaffungswert lohnt sich Vollkasko meist nicht mehr

3. Selbstbehalt erhöhen

Ein höherer Selbstbehalt senkt die Jahresprämie. Als Faustregel sind 300 oder 500 Euro ein guter Kompromiss, solange Sie diesen Betrag im Schadensfall stemmen können.

4. Rabatte nutzen

Typische Rabattquellen:

  • Garagenparkplatz
  • Wenigfahrer (unter 10.000 km/Jahr)
  • Berufsgruppen-Rabatte
  • Fahrsicherheitstrainings (ÖAMTC, ARBÖ)
  • Werkstatt-Bindung (Werkstattnetz des Versicherers)

5. Zusatzleistungen prüfen

Schutzbrief, Insassenunfallversicherung, Auslandsschadenschutz: nicht jeder braucht alles. Wer ÖAMTC- oder ARBÖ-Mitglied ist, hat Pannenhilfe meist schon abgedeckt; eine separate Schutzbrief-Komponente wäre dann doppelt.

KFZ-Versicherung berechnen

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Autoversicherung wechseln: So funktioniert es

Kündigungsfristen beachten

  • Ordentliche Kündigung: ein Monat vor Hauptfälligkeit
  • Hauptfälligkeit: in der Regel zum Jahresende (31. Dezember)
  • Kündigungseingang beim Versicherer: spätestens 30. November

Bei mehrjährigen Verträgen haben Sie als Konsument ein zusätzliches Recht: Sie können zum Ende des dritten Jahres und danach jährlich mit einer Frist von einem Monat kündigen (§ 8 VersVG).

Sonderkündigungsrecht

Außerordentlich kündigen können Sie bei:

  • Prämienerhöhung ohne entsprechende Leistungsverbesserung
  • Schadenfall (nach Abwicklung)
  • Fahrzeugwechsel oder Verkauf
  • Tarifänderung durch den Versicherer ohne Ihre Zustimmung

Wechsel in 5 Schritten

  1. Aktuelle Polizze prüfen: Hauptfälligkeit und Kündigungsfrist notieren
  2. Angebote einholen: über Rechner und direkten Anbieterkontakt
  3. Neuen Vertrag abschließen: vor der Kündigung des alten Vertrags
  4. Kündigung versenden: schriftlich, eingeschrieben empfohlen
  5. Schadenfreiheitsbescheinigung vom alten Versicherer anfordern

Verwandte Themen

Wenn Sie konkret Tarife rechnen wollen oder ein spezielles Fahrzeug haben:

Häufige Fragen zur KFZ-Versicherung

Was kostet eine Autoversicherung in Österreich?

Die Prämie hängt von Fahrzeug, Wohnort, Alter, Jahreskilometern und Ihrer Bonus-Malus-Stufe ab. Schon die Postleitzahl macht einen spürbaren Unterschied. Pauschale Beträge führen in die Irre. Ermitteln Sie Ihren konkreten Tarif über einen aktuellen Rechner für Ihr Profil.

Welche Deckungssumme sollte meine KFZ-Haftpflicht haben?

Die gesetzliche Mindestsumme beträgt 7,79 Mio. Euro pauschal, davon 6,45 Mio. Euro für Personenschäden. Für viele Unfälle reicht das, bei schweren Personenschäden kann es knapp werden. Eine höhere Deckung kostet meist wenig Aufpreis, deshalb rät die Arbeiterkammer, hier nicht zu sparen.

Was ist ein Wechselkennzeichen?

Mit einem Wechselkennzeichen melden Sie bis zu drei Fahrzeuge derselben Klasse mit einer Tafel an und fahren sie abwechselnd, wobei nur eines gleichzeitig in Betrieb sein darf. Steuer und Haftpflicht zahlen Sie in voller Höhe nur für das teuerste Fahrzeug. Details regelt oesterreich.gv.at, angemeldet wird bei der Zulassungsstelle.

Muss ich bei jedem Unfall die Versicherung informieren?

Bei Haftpflichtschäden müssen Sie Ihre Versicherung immer informieren. Das Gesetz verlangt eine Meldung "unverzüglich" (§ 33 VersVG), viele Bedingungen nennen eine Woche. Bei Kaskoschäden können Sie entscheiden, ob Sie den Schaden melden oder selbst tragen. Bedenken Sie die Auswirkung auf Ihre Bonus-Malus-Stufe.

Kann ich meine Bonus-Malus-Stufe beim Anbieterwechsel mitnehmen?

Ja. Die Stufe ist personenbezogen und wandert mit. Der neue Versicherer übernimmt Ihre Einstufung. Fordern Sie beim alten Anbieter eine Schadenfreiheitsbescheinigung an, das beschleunigt den Vorgang.

Was ist das IPID-Informationsblatt?

Das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten (IPID) fasst Leistungen, Selbstbehalte und Ausschlüsse eines Tarifs in einheitlicher Form zusammen. Versicherer müssen es Ihnen seit 2019 vor Vertragsabschluss aushändigen. Holen Sie es von zwei Anbietern ein und vergleichen Sie Punkt für Punkt.

Was passiert mit meiner Versicherung beim Fahrzeugwechsel?

Sie können die Versicherung auf das neue Fahrzeug übertragen (Vertragsänderung) oder den alten Vertrag kündigen und neu abschließen. Ihre Bonus-Malus-Stufe bleibt in beiden Fällen erhalten, da sie personenbezogen ist.

Wann gilt grobe Fahrlässigkeit und was bedeutet das für die Kasko?

Grobe Fahrlässigkeit liegt etwa bei Alkohol am Steuer, deutlich überhöhter Geschwindigkeit oder bewusster Missachtung von Verkehrsregeln vor. Viele Vollkasko-Tarife schließen solche Schäden aus oder kürzen die Leistung. Einzelne Premium-Tarife verzichten auf diese Einrede.

Fazit

Die richtige Autoversicherung hängt von Ihrem Fahrzeug, Ihrer Fahrleistung und Ihrem Risikoprofil ab. Die KFZ-Haftpflicht ist Pflicht, Teilkasko und Vollkasko sind sinnvolle Ergänzungen, solange sie zum Fahrzeugwert passen. Beim Neuwagenkauf gehört neben der Prämie auch die Kaufsteuer in die Gesamtrechnung, unser NoVA-Rechner für Österreich liefert den Betrag in Sekunden.

Ein regelmäßiger Tarifcheck, die richtige Bonus-Malus-Stufe und ein bewusster Blick auf Selbstbehalte sparen oft mehrere Hundert Euro pro Jahr. Prüfen Sie aktuelle Tarife für Ihr Profil über den KFZ-Versicherungsrechner bei durchblicker.at.


Disclaimer: Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine Versicherungsberatung dar. Alle Angaben zu Preisen, Konditionen und Leistungen sind unverbindlich und können sich jederzeit ändern. Für verbindliche Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Versicherer. CheckEverything.at übernimmt keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen.

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Stand der Informationen: 25. Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.