Fahrradversicherung Österreich 2026: Diebstahl, Schutz & Tipps
Fahrradversicherung in Österreich 2026: Wann lohnt sich der Abschluss, was zahlt die Hausratversicherung, welche Schlossanforderungen gelten? Ratgeber mit Schadenmeldung-Checkliste.
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Direkte Antwort: Wann ist eine Fahrradversicherung in Österreich sinnvoll?
Eine eigenständige Fahrradversicherung lohnt sich in Österreich vor allem dann, wenn Ihr Rad mehr als rund 500 Euro wert ist, Sie es regelmäßig im öffentlichen Raum abstellen oder in einer Stadt mit hoher Diebstahlquote leben — also etwa in Wien, Graz oder Linz. Die Hausratversicherung deckt Fahrraddiebstahl meistens nur ein, wenn das Rad aus einem verschlossenen Raum verschwindet. Bei Diebstahl unterwegs (vor dem Supermarkt, am Bahnhof, an einer Schule) springt sie in der Regel nicht oder nur sehr begrenzt ein. Für die Personenschäden, die Sie selbst beim Fahren verursachen, ist hingegen die private Haftpflichtversicherung zuständig — nicht die Fahrradpolice.
TL;DR — Das Wichtigste in Kürze
- Diebstahlschutz ist der Kern — Hausrat reicht oft nur "ab Wohnung", die Fahrradpolice deckt auch das Abstellen unterwegs.
- Vandalismus, Teildiebstahl und Raub sind bei den meisten Tarifen mit dabei.
- Hausrat-Erweiterung ist eine Alternative zur eigenständigen Police — günstig, aber mit Limits.
- Privathaftpflicht deckt Schäden, die Sie als Radfahrer:in an Dritten verursachen — separat zu prüfen.
- VdS-Schloss ist meist Vertragsbedingung — ohne anerkanntes Schloss kein Versicherungsschutz.
- Auf E-Bikes geht dieser Ratgeber nur kurz ein — dazu gibt es einen eigenen E-Bike-Ratgeber.
Warum eine Fahrradversicherung in Österreich wirklich Sinn macht
Fahrräder werden in Österreich systematisch gestohlen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erfasst regelmäßig die Unfall- und Verkehrsdaten rund ums Rad, und die Polizei meldet vor allem in den Ballungsräumen jährlich mehrere Tausend angezeigte Diebstähle — viele davon allein in Wien. Die Aufklärungsquote ist niedrig: Wenn Ihr Rad weg ist, sehen Sie es in den meisten Fällen nicht wieder. Genau in dieser Lücke setzt eine Fahrradversicherung an. Sie ersetzt Ihnen den Schaden, wenn alles andere zu spät ist.
Die Arbeiterkammer Österreich weist seit Jahren darauf hin, dass Hausratpolizzen oft niedrige Sublimits für Fahrräder haben und Diebstähle unterwegs nicht oder nur eingeschränkt decken. Wer also ein Rad im Wert von ein paar tausend Euro täglich vor dem Büro abstellt, verlässt sich auf einen Schutz, der genau in diesem Moment nicht greift.
Key Takeaways
- Hausratversicherungen decken Fahrraddiebstahl meist nur "aus der Wohnung" — der Schutz unterwegs ist die Lücke.
- Eine eigenständige Fahrradversicherung springt auch ein, wenn das Rad vor dem Supermarkt oder am Bahnhof verschwindet.
- Für Räder unter rund 500 Euro Restwert lohnt sich der Aufwand meist nicht.
- Personenschäden, die Sie als Radfahrer:in verursachen, deckt die private Haftpflicht — nicht die Fahrradpolice.
- Ein anerkanntes Schloss (oft VdS-Klasse) ist fast immer Voraussetzung für den Versicherungsschutz.
Wer den größten Hebel hat
Wenn Sie 1.000 Euro oder mehr für Ihr Rad bezahlt haben und es regelmäßig auch außer Haus abstellen, ist eine separate Police fast immer eine vernünftige Entscheidung. Die Jahresprämie liegt je nach Anbieter, Rad-Wert und Wohnort grob im Bereich 50 bis 150 Euro — der konkrete Betrag hängt stark vom Schadenrisiko Ihrer Postleitzahl ab und ist nur seriös über einen aktuellen Tarifvergleich zu klären.
Was eine Fahrradversicherung typischerweise abdeckt
Die Leistungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif, aber die meisten Policen in Österreich beinhalten diese Kernrisiken:
| Risiko | Beschreibung | Häufig enthalten? | |--------|-------------|-----------| | Diebstahl (komplettes Rad) | Rad verschwindet — Wohnung, Keller, unterwegs | Ja, je nach Tarif unterschiedlich abgegrenzt | | Teildiebstahl | Einzelne Teile (Sattel, Laufrad, Lichtanlage) gestohlen | In den meisten Tarifen | | Raub | Gewaltsame Wegnahme | Standard | | Vandalismus | Mutwillige Beschädigung | Standard | | Brand und Explosion | Schäden durch Feuer oder Explosion | Standard | | Sturm / Hagel / Hochwasser | Naturereignisse | Je nach Tarif | | Bedienungsfehler / Sturzschäden | Kasko-Schutz | Optional, nur Vollkasko | | Auslandsschutz | Schutz auf Reisen in Europa | Je nach Tarif, oft optional |
Teildiebstahl wird oft unterschätzt
Viele denken bei Fahrraddiebstahl an das komplette Rad. Tatsächlich werden auch einzelne Teile gezielt entwendet — hochwertige Sättel, Laufräder mit Nabenschaltung, GPS-Tracker, Beleuchtung. Eine gute Fahrradversicherung deckt diese Fälle mit ab und ersetzt den Zeitwert oder Wiederbeschaffungswert des Teils, je nach Tarifbedingungen.
Neuwert oder Zeitwert — die entscheidende Klausel
Ob Sie im Schadenfall den Neuwert (also den heutigen Kaufpreis eines vergleichbaren Rads) oder den Zeitwert (also den abgeschriebenen Restwert) ersetzt bekommen, ist eine der wichtigsten Fragen. Viele Tarife zahlen den Neuwert nur in den ersten zwölf oder vierundzwanzig Monaten nach Anschaffung; danach gilt häufig Zeitwert. Prüfen Sie die exakte Formulierung in den Bedingungen, bevor Sie unterschreiben.
Hausratversicherung oder eigene Fahrradpolice?
Eine häufige Frage in der Beratung: "Reicht nicht meine Hausratversicherung?" — Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Hausratversicherungen in Österreich enthalten Fahrräder oft mit einem Sublimit (etwa ein bis zwei Prozent der Versicherungssumme) und greifen typischerweise nur, wenn das Rad aus einem abgeschlossenen Raum gestohlen wird. Diebstähle unterwegs sind in vielen Tarifen ausgeschlossen oder nur mit kostenpflichtiger Zusatzklausel mitversichert.
| Szenario | Hausratversicherung (Standard) | Eigenständige Fahrradversicherung | |----------|----------------------|------------------------------| | Diebstahl aus der Wohnung | Meist gedeckt, oft mit Sublimit | Voll gedeckt | | Diebstahl aus verschlossenem Keller | Häufig gedeckt | Voll gedeckt | | Diebstahl unterwegs (Bahnhof, Supermarkt) | Selten — nur mit Zusatzklausel | Standardmäßig gedeckt | | Unfallschaden beim Fahren | Nicht gedeckt | Nur bei Vollkasko-Tarif | | Vandalismus unterwegs | Selten gedeckt | In den meisten Tarifen | | Maximale Auszahlung | Sublimit der Hausratspolizze | Bis vereinbarte Versicherungssumme |
Pragmatisches Vorgehen: Räder bis etwa 500 Euro Restwert sind über die Hausrat oft ausreichend abgesichert — vorausgesetzt, das Sublimit reicht. Für Räder darüber, vor allem für Pendler:innen und Stadtmenschen, ist eine eigenständige Police in der Regel die robustere Lösung.
Privathaftpflicht: was die Fahrradpolice nicht macht
Wichtig zu wissen: Eine Fahrradversicherung schützt Ihr Rad — sie zahlt nicht für Schäden, die Sie als Radfahrer:in an Dritten verursachen. Wenn Sie etwa beim Abbiegen jemanden anfahren oder das parkende Auto streifen, ist Ihre private Haftpflichtversicherung zuständig. In Österreich ist diese nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber praktisch unentbehrlich. Prüfen Sie, ob Ihre bestehende Haftpflicht ausdrücklich auch Schäden beim Radfahren abdeckt — bei den meisten Standardtarifen ist das der Fall, aber eine kurze Kontrolle der Bedingungen lohnt sich.
Preisfaktoren: Was die Prämie bestimmt
Die Prämie hängt von mehreren Faktoren ab. Wer sie kennt, kann gezielt sparen:
| Faktor | Auswirkung auf die Prämie | |--------|--------------------------| | Fahrradwert | Teureres Rad = höhere Prämie | | Postleitzahl | Hohe Diebstahlquote = höhere Prämie | | Schlossqualität | VdS-Hochschloss kann Rabatt bringen | | Selbstbeteiligung | Höhere Selbstbeteiligung = niedrigere Prämie | | Vertragslaufzeit | Jahresverträge oft günstiger als Monatsverträge | | Tarifstufe | Basis-Tarif günstiger als Vollkasko |
Diese Unterlagen sollten Sie bereithalten
Bevor Sie eine Police abschließen, halten Sie folgende Informationen griffbereit:
- Rahmennummer (am besten fotografiert und in der Cloud abgelegt)
- Kaufbeleg mit Datum und Preis
- Liste relevanter Upgrades (Nabenschaltung, Sattel, Lichtanlage)
- Marke und Sicherheitsklasse Ihres Schlosses inklusive Beleg
Je sauberer die Dokumentation, desto reibungsloser läuft die Schadenmeldung. ÖAMTC und ARBÖ bieten kostenfreie Fahrradregistrierungen an — manche Versicherer honorieren das mit Prämienrabatt.
Schloss-Anforderungen: meist Voraussetzung für den Schutz
Fast jede Fahrradversicherung in Österreich setzt voraus, dass das Rad zum Zeitpunkt des Diebstahls mit einem hochwertigen Schloss gesichert war. Das ist keine Schikane, sondern dient dem Schutz aller Versicherten vor Betrug. Die konkreten Anforderungen variieren, aber typisch sind:
- VdS-geprüfte Schlösser (Klasse A oder höher) oder gleichwertig anerkannte Modelle (z. B. ART-zertifizierte Schlösser)
- Rahmenschloss allein reicht nicht — zusätzlich braucht es ein Bügel- oder Kettenschloss, mit dem der Rahmen an einem festen Objekt fixiert wird
- Das Rad muss erkennbar angeschlossen sein — also Rahmen und Hinterrad an einem festen Gegenstand, nicht nur das Vorderrad
Was im konkreten Fall akzeptiert wird, steht im Vertrag. Fragen Sie vor Abschluss direkt beim Anbieter nach, wenn Sie unsicher sind — am besten schriftlich, damit Sie den Stand bei einer Schadenmeldung belegen können. Der ÖAMTC führt eine Übersicht empfohlener Schlösser, der Verkehrsclub ARBÖ bietet ähnliche Hinweise.
Reguläres Fahrrad oder E-Bike — wo der Unterschied liegt
Dieser Ratgeber konzentriert sich auf das klassische, muskelbetriebene Fahrrad. E-Bikes (Pedelecs bis 25 km/h und S-Pedelecs bis 45 km/h) haben einen höheren Wert, oft strengere Bedingungen und in manchen Fällen eigene gesetzliche Anforderungen — etwa eine KFZ-Haftpflichtversicherung bei S-Pedelecs nach dem Kraftfahrgesetz (KFG).
Wenn Sie ein E-Bike besitzen oder kaufen wollen, ist der eigenständige Ratgeber dort die bessere Anlaufstelle:
- E-Bike Versicherung Österreich 2026: Der komplette Ratgeber
- E-Bike Versicherung: Kosten und Entscheidungshilfe
Welche Anbieter es in Österreich gibt
Über durchblicker.at sind im österreichischen Markt mehrere Fahrradversicherer vergleichbar — darunter etablierte Namen wie Allianz, ERGO, Grawe, HanseMerkur, Uniqa, Wertgarantie, Wüstenrot und Zurich sowie auf Fahrräder spezialisierte Anbieter wie Bikmo und Hepster. Welche Anbieter aktuell verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Vergleichsstand auf durchblicker ab; die genaue Liste sehen Sie bei der Tarifabfrage direkt.
Der Sinn eines Marktüberblicks ist nicht der billigste Tarif um jeden Preis, sondern: Tarife mit identischer Leistung können sich preislich um zwei- bis dreistellige Beträge pro Jahr unterscheiden. Wer einmal vergleicht, spart oft im dreistelligen Bereich — bei identischem Schutzniveau.
Fahrradversicherungs-Tarife für Österreich im Überblick
Erkennen Sie auf einen Blick, welche Anbieter welche Leistungen bieten — und holen Sie sich ein Angebot, das zu Ihrem Rad und Wohnort passt.
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Diebstahlprävention: was nachweislich hilft
Versicherung ersetzt Geld — Prävention erspart Ihnen den Stress. Diese Maßnahmen reduzieren das Diebstahlrisiko wirklich:
1. Hochwertiges Schloss verwenden. Bügel- und schwere Kettenschlösser bieten den besten Schutz. Spiralkabelschlösser sind für professionelle Diebe in Sekunden geknackt — der ÖAMTC weist seit Jahren darauf hin. Investieren Sie 50 bis 100 Euro in ein anerkanntes Schloss; das ist günstiger als jede Selbstbeteiligung im Schadenfall.
2. Richtig anschließen, nicht nur symbolisch. Viele Räder werden gestohlen, weil nur das Vorderrad gesichert war. Schließen Sie Rahmen und Hinterrad gemeinsam an einen fixen Gegenstand an — keinen losen Pfahl, der herausgezogen werden kann.
3. Rad registrieren lassen. Bei der Polizei oder über ÖAMTC/ARBÖ können Sie Ihr Fahrrad mit Rahmennummer und Fotos registrieren. Das erhöht die Chance auf Wiederfindung, und manche Versicherer geben dafür Prämienrabatt.
4. Standort klug wählen. Belebte, gut beleuchtete und einsehbare Orte sind schlechtere Diebstahlziele als versteckte Hinterhöfe. Wenn vorhanden, nutzen Sie videoüberwachte Abstellbereiche.
Schadenmeldung Schritt für Schritt
Wenn das Rad weg ist, zählt jede Stunde. So gehen Sie vor:
- Polizei verständigen — rufen Sie den Notruf 133 oder gehen Sie zur nächsten Dienststelle. Lassen Sie sich eine schriftliche Diebstahlanzeige ausstellen und notieren Sie die Aktenzahl. Geben Sie Rahmennummer, Marke, Modell und besondere Merkmale (Aufkleber, Anbauteile) an.
- Fotos vom Tatort machen — wenn möglich, dokumentieren Sie den Anschließort und sichtbare Spuren (durchtrenntes Schloss, beschädigtes Geländer).
- Versicherung benachrichtigen — die meisten Polizzen fordern eine Meldung innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Verspätete Meldung kann die Leistung gefährden.
- Unterlagen bereithalten — Kaufbeleg, Rahmennummer, Polizeibericht, Foto des Schlosses und Kaufbeleg des Schlosses.
Die exakten Fristen und benötigten Unterlagen stehen in Ihrer Polizze. Lesen Sie die Klauseln einmal in Ruhe, bevor Sie sie brauchen.
Häufig gestellte Fragen
Reicht meine Hausratversicherung nicht aus?
Für hochwertige Räder oder Diebstähle unterwegs in der Regel nicht. Hausratversicherungen decken Fahrräder oft mit einem Sublimit und greifen primär bei Diebstahl aus verschlossenen Räumen. Wer das Rad regelmäßig vor dem Büro, Supermarkt oder Bahnhof abstellt, hat in den meisten Standardtarifen keinen oder nur eingeschränkten Schutz. Für Räder ab etwa 500 Euro Restwert ist eine eigenständige Police meist die robustere Lösung.
Was passiert bei Teildiebstahl?
Wenn nur einzelne Teile gestohlen werden — etwa Sattel, Laufrad oder Lichtanlage — übernehmen die meisten Fahrradversicherungen den Schaden. Das restliche Rad bleibt bei Ihnen, die Police läuft weiter. Voraussetzung ist, dass Teildiebstahl im Tarif ausdrücklich mitversichert ist; das ist heute Standard, aber prüfen Sie es vor Abschluss.
Wie melde ich einen Fahrraddiebstahl richtig?
Erstens: Polizei verständigen (Notruf 133 oder nächste Dienststelle) und eine schriftliche Anzeige aufnehmen lassen. Zweitens: Fotos vom Tatort, sofern verfügbar. Drittens: Versicherung sofort benachrichtigen — die Meldefristen liegen typischerweise bei 24 bis 72 Stunden. Viertens: Kaufbeleg, Rahmennummer, Polizeibericht und Schlossnachweis bereithalten. Die exakten Anforderungen stehen in Ihrer Polizze.
Kann ich ein gebrauchtes Fahrrad versichern?
Ja. Versichert wird der aktuelle Marktwert, nicht der ursprüngliche Kaufpreis. Halten Sie Übergabebeleg oder Kaufvertrag und Fotos bereit, um den Wert nachweisen zu können. Bei sehr alten Rädern mit Restwert unter rund 200 Euro lohnt sich eine Police wirtschaftlich meist nicht mehr — hier reicht in vielen Fällen der Schutz über die Hausrat.
Gibt es eine Wartezeit?
Die meisten Versicherungen haben eine Wartezeit von zwei bis vier Wochen ab Vertragsbeginn, in der noch kein voller Versicherungsschutz besteht. Das soll verhindern, dass Räder kurz vor dem geplanten Diebstahl versichert werden. Planen Sie diese Frist ein und sichern Sie Ihr Rad in der Zwischenzeit besonders sorgfältig.
Welches Schloss verlangt die Versicherung?
Üblich sind VdS-geprüfte Schlösser (mindestens Klasse A) oder gleichwertig anerkannte Modelle wie ART-zertifizierte Schlösser. Ein Rahmenschloss allein reicht in der Regel nicht — zusätzlich muss ein Bügel- oder Kettenschloss verwendet werden. Konkrete Anforderungen stehen in den Vertragsbedingungen; bei Unklarheit fragen Sie vor Abschluss beim Anbieter nach.
Deckt die Fahrradversicherung Personenschäden, die ich verursache?
Nein. Personenschäden, die Sie als Radfahrer:in an Dritten verursachen, fallen in den Bereich der privaten Haftpflichtversicherung. Eine Fahrradpolice schützt Ihr Rad gegen Diebstahl, Vandalismus und je nach Tarif auch Unfallschäden am Rad selbst — sie ersetzt aber keine Haftpflicht.
Fazit: Fahrradversicherung ist keine Pflicht, aber für viele eine kluge Entscheidung
Wer ein hochwertiges Rad in einer Stadt nutzt und es regelmäßig öffentlich abstellt, hat mit einer eigenständigen Fahrradversicherung in den meisten Fällen den robusteren Schutz als allein über die Hausrat. Die Mehrkosten liegen oft im zweistelligen Bereich pro Jahr — und schließen die Lücke "Diebstahl unterwegs", die in vielen Standardpolizzen klafft.
Meine Empfehlungen in Kurzform:
- Räder unter 500 Euro Restwert: meist reicht Hausrat plus solides Schloss.
- Räder ab 500 Euro Restwert, die regelmäßig draußen abgestellt werden: eigenständige Fahrradversicherung in den meisten Fällen sinnvoll.
- Bei E-Bikes oder S-Pedelecs gelten andere Regeln — dazu gibt es den eigenständigen E-Bike-Ratgeber.
- Schloss-Anforderungen vor Abschluss prüfen und schriftlich festhalten.
- Privathaftpflicht parallel prüfen — sie übernimmt Personenschäden, die die Fahrradpolice nie deckt.
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Stand der Informationen: November 2024. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
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