Finanzen

Girokonto Österreich 2026: Kostenlose Konten im Ratgeber

Kostenloses Girokonto in Österreich 2026: DKB, N26, bank99, Bank Austria, Erste, BAWAG. Geprüfte Konditionen, Einlagensicherung, alle Fakten im Ratgeber.

Von CheckEverything.at Redaktion27. April 202614 Min. Lesezeit

Werbehinweis: Dieser Ratgeber enthält Affiliate-Links. Wenn Sie über einen dieser Links ein Produkt abschließen, erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die redaktionelle Empfehlung ist davon unabhängig. Stand der Konditionen: 27. April 2026, geprüft anhand der jeweiligen Entgeltinformation der Banken.

Kostenloses Girokonto in Österreich 2026: das passende Konto finden

Ein Girokonto in Österreich zu eröffnen ist meist nicht die schwierige Übung. Das richtige Konto auszuwählen schon. Manche Konten kosten nichts, wenn ein bestimmter Gehaltseingang erreicht wird. Andere verrechnen still und leise €60 Kontoführung pro Jahr für dieselbe Funktion. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die acht relevanten Anbieter für 2026 vor, mit Konditionen, die wir direkt aus der jeweiligen Entgeltinformation entnommen haben.

Wer sich noch in der Anfangsphase eines Umzugs befindet und Schritt für Schritt vorgehen möchte, findet alles zur Eröffnung in unserem Ratgeber zum Konto-Eröffnen in Österreich. Dieser Beitrag hier ist der Auswahl-Teil, zuerst entscheiden, dann eröffnen.

Übersicht: acht Girokonten in Österreich 2026

Die Tabelle zeigt das Einstiegskonto bei jedem Anbieter. Wir vergleichen die günstigste Variante, weil das die Frage ist, die die meisten Leser:innen tatsächlich haben. Premium-Tarife mit Reiseversicherung oder Cashback gibt es bei fast jedem Anbieter zusätzlich.

BankEinstiegskontoMonatsgebührKostenlos beiFilialenEnglisch
N26Standard€0,00Ohne BedingungKeineVollständig
DKBAktivkund:in€0,00*€700/Monat Eingang oder unter 28Keine (DE-IBAN)Teilweise
bank99smartkonto99€1,99Kein Gratis-Tarif (niedriger Einstieg)Begrenzt (Post)Begrenzt
BAWAG PSKKontoBox Light€1,99Jugendtarif gratis unter 18Viele (Post-Schalter)Teilweise
Erste Bank / Sparkasses Kompakt€2,52Studenten gratis bis 27. GeburtstagGrößtes FilialnetzTeilweise
Bank AustriaErfolgsKonto~€4,91Bedingt (Gehalt, Alter)JaTeilweise (online: ja)
RaiffeisenJe nach Landesbank€3 bis €8Pro Region unterschiedlichMeist vorhandenBegrenzt
EMI-Anbieter (bunq, Revolut, Wise)Diverse Gratistarife€0,00 bis €17,99Andere Absicherung (s. unten)KeineVollständig
*DKB verrechnet €4,50/Monat, wenn Sie unter dem Eingang bleiben und 28 oder älter sind. Bank Austria ErfolgsKonto wird quartalsweise mit €14,74 abgerechnet. Alle Konditionen geprüft am 27. April 2026 anhand der aktuellen Entgeltinformation und können sich ändern.

Eine Bank, die früher hier stand: ING

In früheren Versionen dieses Ratgebers haben wir ING genannt. Wir haben sie entfernt. Die ING-DiBa Austria hat das Privatkundengeschäft Ende 2022 eingestellt. Bestehende Privatkund:innen wurden grossteils zur bank99 transferiert. ING betreibt in Österreich heute nur noch das Firmenkundengeschäft über die Wiener Niederlassung. Wer als Privatperson ein Girokonto eröffnen möchte, kann das bei ING in Österreich nicht mehr. Wir erwähnen das, weil ältere Expat-Ratgeber im Web die ING immer noch empfehlen, was leicht einen Nachmittag kostet.

Wie wir verglichen haben

Preisseiten auf Bank-Webseiten sind von Jurist:innen und Marketingleuten geschrieben, nicht von Menschen, die ein Konto suchen. Damit dieser Ratgeber nutzbar bleibt, haben wir drei Dinge getan:

  1. Die Entgeltinformation oder den Konditionenaushang jeder Bank gelesen. Das ist die rechtsverbindliche Preisliste, nicht die Marketing-Seite. Wenn dort „kostenlos" steht, prüfen wir, welche Bedingung den tatsächlichen Preis auslöst.
  2. Mit dem Bankenrechner der Arbeiterkammer gegengeprüft. Das offizielle Vergleichstool wird monatlich aktualisiert und zeigt keine Werbepreise.
  3. Die Englisch-Erfahrung getestet, also Onboarding, App und Service in Englisch, bei den Banken, die das anbieten.

Reihenfolge in der Tabelle: nach Gebühr, nicht nach Partnerstatus.

Die Konten im Detail

DKB: der praktische Standard für Erwachsene mit Gehaltseingang

Die DKB ist eine deutsche Direktbank, und ja, in Österreich wohnhafte Personen können hier ein Konto eröffnen. Die Eröffnung dauert online rund fünfzehn Minuten. Der Aktivkund:in-Status hält das Konto bei €0,00, sofern eine von zwei Bedingungen erfüllt ist: monatlicher Geldeingang von mindestens €700 oder Alter unter 28. Andernfalls verrechnet die DKB €4,50/Monat.

Zwei Punkte vor der Entscheidung:

  • Sie erhalten eine deutsche IBAN (DE...). Laut SEPA-Verordnung 260/2012 muss jeder Arbeitgeber, Vermieter und Versorgungsbetrieb in Österreich diese akzeptieren. In der Praxis weigert sich ein kleiner Teil davon trotzdem, was rechtlich angreifbar, aber lästig ist.
  • Die Versteuerung läuft über Sie selbst. Die DKB führt keine österreichische KESt automatisch ab. Zinsen aus DKB-Sparprodukten müssen Sie selbst in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben. Beim reinen Girokonto, das ohnehin nichts an Zinsen abwirft, ist das egal.

Standardmäßig kommt eine Visa Debit. An Geldautomaten weltweit zahlen Sie als Aktivkund:in keine DKB-Gebühr (der Automatenbetreiber kann allerdings selbst etwas verlangen). Englisch-Support: teilweise, die meisten App-Texte sind übersetzt, einzelne Hilfeartikel nicht.

N26: die Mobile-Only-Bank mit echtem Englisch

N26 ist eine deutsche Bank mit Banklizenz aus Berlin. Das Standard-Konto ist ohne Eingangs- oder Aktivitätsbedingung kostenlos. Die kostenpflichtigen Tarife bringen Cashback, Reiseversicherung und Metallkarten. Wer nur ein einfaches Girokonto braucht, kommt mit Standard aus.

| N26-Tarif | Monatsgebühr | Wichtige Eigenschaften | |---|---|---| | Standard | €0,00 | Gratis-Überweisungen, Debit Mastercard | | Smart | €9,90 | Bis zu 10 Spaces, 2,6 % Zinsen auf Spaces | | Go | €9,90 | Reiseversicherung, gebührenfreie Auslandsabhebungen | | Metal | €16,90 | Metallkarte, Partner-Rabatte, 12 Monate Mindestlaufzeit |

Der Haken: keine Filiale. Bei Problemen läuft Support über Chat und E-Mail, Telefon nur in den bezahlten Tarifen. Bargeld einzahlen ist umständlich und kostet Gebühr beim Partnerhändler. Für Expats, deren Gehalt per SEPA reinkommt, ist das in der Regel kein Thema.

Der wichtigste Grund für N26 bleibt der vollständige englische Service, App, Website, Verträge und Support kommen ohne Übersetzungs-App aus.

bank99: die Postbank mit niedrigem Einstiegspreis

bank99 hat Ende 2022 die ING-DiBa-Privatkund:innen übernommen und gehört heute zur Österreichischen Post. Das günstigste Konto, das smartkonto99, kostet €1,99/Monat, nicht gratis, aber der niedrigste bezahlte Tarif in dieser Liste. aktivkonto99 liegt bei €5,99, topkonto99 bei €14,99. Eine Preisanpassung greift am 1. Mai 2026 als VPI-Indexierung (gemäß Aushang +3,51 % gegenüber dem Vorjahr). Diese Anpassung ist im Aushang offiziell angekündigt; Sie haben ein Widerspruchsrecht bis 30. April 2026.

Bargeldlogistik läuft über Postfilialen, die App ist solide. Englisch-Support: begrenzt. Wer nicht Deutsch spricht, ist hier nicht ideal aufgehoben.

Erste Bank und Sparkasse: das größte Filialnetz

Die Erste Group betreibt in Wien die Erste Bank und in den übrigen Bundesländern die Sparkassen. Das Einstiegskonto heißt s Kompakt. Seit dem 1. Jänner 2026 kostet es €2,52/Monat, ein Rückgang von zuvor €3,75. Das s Plus liegt nach dem ersten Gratisjahr bei €6,16/Monat. Studierende bis zum 27. Geburtstag bekommen das s Komfort Student gratis.

Wer in eine Filiale gehen will, ist hier richtig. Die Erste bietet außerdem das Erste Bank en Online-Konto, dessen Onboarding komplett auf Englisch läuft. In den Filialen selbst wird Deutsch gesprochen, Englisch kommt auf das jeweilige Personal an.

Hinweis: Die Erste hat eine weitere Preisrunde zum 1. Juli 2026 angekündigt. Wer sich um diesen Termin herum anmeldet, sollte den aktuellen Konditionenaushang prüfen.

Bank Austria: UniCredit-Tochter mit englischem Online-Onboarding

Das alltägliche Konto heißt ErfolgsKonto und kostet €14,74 pro Quartal, also rund €4,91 pro Monat. Das ErfolgsKonto Plus liegt bei €25,73/Quartal (rund €8,58/Monat). Die Preise gelten laut Aushang vom 22. August 2025 bis 30. Juni 2026.

Bei den österreichisch-lizenzierten Filialbanken hat die Bank Austria das beste englische Onboarding. Das gesamte Online-Konto-Verfahren läuft auf Englisch, samt Entgeltinformation. Die Filialen sind weit verteilt, Englisch-Niveau variiert.

BAWAG PSK: Filialen über Postschalter erreichbar

BAWAG bietet KontoBox Light für €1,99/Monat und KontoBox Klassik für €3,99/Monat an. KontoBox Plus liegt bei €8,99. Das separate Online Konto kostet €2,90/Monat ab einem monatlichen Geldeingang von mindestens €500, sonst €5,90.

In vielen kleineren Orten teilt sich BAWAG den Schalter mit einer Postfiliale, was praktisch ist, wenn Bareinzahlungen ohne lange Wege gewünscht sind. Englisch ist hier kein Schwerpunkt.

Raiffeisen: eine Föderation, keine einzelne Bank

„Raiffeisen" in Österreich ist nicht eine Bank. Es ist ein Verbund regionaler Landesbanken, jede mit eigener Preisliste. Ein Wiener Konto bei der Raiffeisen Bank International ist anders bepreist als ein Konto bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Realistische Spanne: €3 bis €8/Monat für das Einstiegskonto, je nach Region. Englisch-Support meist schwach. Sinnvoll, wenn Raiffeisen die einzige nahe Bank vor Ort ist.

bunq, Revolut, Wise: was diese Anbieter rechtlich sind

Diese drei sind EU-lizenziert, fallen aber rechtlich nicht in dieselbe Kategorie wie die oben genannten Banken. bunq hat eine niederländische Banklizenz, daher greift die niederländische Einlagensicherung mit €100.000 pro Einleger:in. Revolut Bank UAB hält eine litauische Banklizenz, ebenfalls €100.000 über das litauische Sicherungssystem. Wise ist ein Electronic Money Institution (E-Geld-Institut), keine Bank. Wise-Kundengelder werden auf Treuhandkonten bei Banken abgesondert verwahrt, was nicht identisch mit der gesetzlichen Einlagensicherung ist.

Für tägliche Ausgaben, Auslandsüberweisungen und Multi-Währungs-Konten funktionieren alle drei gut. Für das Gehaltskonto oder Rücklagen, die Sie nicht verlieren dürfen, ist die rechtliche Schutzlage relevant. Wir betrachten sie als Zweitkonto, nicht als Hauptkonto.

Sie haben Anspruch auf ein Basiskonto

Laut Verbraucherzahlungskontogesetz (VZKG, §§ 23 ff.) hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU Anspruch auf ein Basiskonto bei jeder österreichischen Bank. Eine Bank darf den Antrag nicht wegen geringer oder fehlender Einkünfte oder einer schlechten Bonität ablehnen. Die Gebühr ist mit höchstens €80 pro Jahr gedeckelt (entfällt bei bestimmten Sozialleistungen). Enthalten sind SEPA-Überweisungen, Lastschriften und eine Debitkarte.

Wenn eine Bank Ihnen ein normales Konto verweigert, fordern Sie das Basiskonto schriftlich. Eine Verweigerung ist bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) anfechtbar. Das Sozialministerium veröffentlicht dazu eine verständliche Broschüre, die einen Lesezeichen-Platz wert ist.

Unterlagen und Meldezettel

Mindestens benötigen Sie: Reisepass oder EU-Ausweis, Meldezettel (Hauptwohnsitz-Anmeldung) und, für Drittstaatsangehörige, einen gültigen Aufenthaltstitel. Manche Banken eröffnen das Konto vorab und fordern den Meldezettel binnen einer Frist nach. Andere lehnen ohne Meldezettel ab.

Wer sich noch in den ersten Tagen nach dem Umzug befindet, findet die Reihenfolge erläutert in unserem Banken- und Kredit-Ratgeber für Österreich: zuerst Mietvertrag, dann Meldezettel, dann Konto. In der falschen Reihenfolge kostet es ungefähr eine Woche.

Online oder Filiale: kurze Entscheidungshilfe

| Sie wollen | Online-Bank passt | Filialbank passt | |---|---|---| | Gehalt per SEPA, Zahlen per Karte | Ja | Ja | | Regelmäßig Bargeld einzahlen | Schwierig | Ja | | Großkredit oder Wohnkredit lokal | Begrenzt | Ja | | Kein Deutsch sprechen | Ja (N26) | Begrenzt | | Konto ganz ohne Bedingung gratis | Ja (N26) | Selten | | Viel reisen außerhalb Eurozone | Ja | Begrenzt |

Viele Expats führen am Ende beides parallel, eine Online-Bank fürs Tagesgeschäft und ein österreichisch-lizenziertes Konto für Gehalt, Miete und alles, was nach AT-IBAN fragt.

SEPA Instant Payments: 2026 Standard

Die EU-Verordnung 2024/886 macht Echtzeit-Euro-Überweisungen zum Standard im Euroraum. Banken im Euroraum mussten Empfangen ab 9. Jänner 2025 ermöglichen, Senden ab 9. Oktober 2025. Nicht-Euro-EU-Länder folgen bis 9. Juli 2027. In der Praxis: fast jede Überweisung zwischen österreichischen Banken landet binnen zehn Sekunden, rund um die Uhr. Die Gebühr darf nicht höher sein als für eine reguläre SEPA-Überweisung. Bei den meisten Banken in dieser Liste ist das gratis.

Zusätzlich verlangt die Verordnung einen Empfänger-Namensabgleich gegen die IBAN. Bei einer falschen Kontonummer warnt die Bank, bevor das Geld fließt.

Der Kontowechselservice mit 12 Werktagen

Den Kontowechsel regelt § 16 VZKG. Sie eröffnen das neue Konto, unterzeichnen den Kontowechselservice-Auftrag, und die neue Bank übernimmt den Rest binnen 12 Werktagen: Daueraufträge wandern, Lastschriftmandate werden umgestellt, das alte Konto wird geschlossen, sobald Sie das bestätigen. Die neue IBAN müssen Sie Ihrem Arbeitgeber selbst geben, und das alte Konto sollten Sie noch zwei bis drei Monate offen lassen, falls ein vergessener Vertragspartner einmal nachzieht.

Mehr zum Schutz während dieser Parallelphase finden Sie im Ratgeber zur Einlagensicherung in Österreich 2026.

Einlagensicherung: €100.000 pro Bank

Jede in Österreich tätige EU-lizenzierte Bank sichert Ihre Einlagen bis €100.000 pro Einleger:in pro Institut über das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (ESAEG). Das österreichische System wird von der Einlagensicherung Austria GmbH betrieben. Für DKB, N26 Standard und Revolut Bank gilt dieselbe Obergrenze über das deutsche, deutsche und litauische System. Bei bunq deckt die niederländische DGS €100.000.

Für Beträge über €100.000 ist die einfache Antwort, auf mehrere Institute zu verteilen. Es gibt zudem temporär höhere Schutzgrenzen (bis €500.000) für Lebensereignisse wie einen Immobilienverkauf in den letzten zwölf Monaten, bei Bedarf bei der eigenen Bank das aktuelle Schutzdetail prüfen.

Bank-Vokabular: Deutsch / Englisch

| Deutsch | English | |---|---| | Girokonto | Checking / current account | | Kontoführungsgebühr | Account management fee | | Entgeltinformation | Statutory fee information sheet | | Konditionenaushang | Pricing notice | | Überweisung | Bank transfer | | Dauerauftrag | Standing order | | Lastschrift | Direct debit | | Bankomat | ATM (österreichisch) | | Bankomatkarte | Debit card (österreichisch) | | Kreditkarte | Credit card | | IBAN | International bank account number | | BIC | Bank identifier code | | Polizze | Insurance contract (österreichisch) | | KSV | Kreditschutzverband (AT-Pendant zur SCHUFA) |

Häufige Fragen

Welches Girokonto in Österreich ist 2026 wirklich kostenlos?

Das N26 Standard ist ohne Eingangs- oder Aktivitätsbedingung gratis. DKB ist gratis ab €700 monatlichem Eingang oder unter 28 Jahren, sonst €4,50/Monat. Beide sind Banken mit voller Einlagensicherung. Die meisten österreichisch-lizenzierten Banken (Erste, Bank Austria, BAWAG) verlangen für das Einstiegskonto zwischen €1,99 und €4,91 pro Monat.

Kann ich noch ein ING-Konto in Österreich eröffnen?

Nein. Die ING-DiBa Austria hat das Privatkundengeschäft Ende 2022 eingestellt. Bestehende Privatkund:innen wurden grossteils zur bank99 transferiert. ING betreibt in Österreich heute nur noch das Firmenkundengeschäft über die Wiener Niederlassung. Ältere Ratgeber im Web, die ING für Privatkund:innen empfehlen, sind nicht mehr aktuell.

Ist mein Geld bei Online-Banken wie N26 oder DKB sicher?

Ja. N26 hat eine deutsche Banklizenz, DKB ist eine deutsche Direktbank. Beide fallen unter die deutsche Einlagensicherung mit €100.000 pro Einleger:in. Dasselbe Schutzniveau gilt für österreichisch-lizenzierte Banken (Erste, Bank Austria, BAWAG) über das österreichische ESAEG. E-Geld-Institute wie Wise sind nicht im selben Sinn einlagengesichert, sondern verwenden ein anderes Treuhand-Modell.

Wie lange dauert der Kontowechselservice?

Zwölf Werktage, gesetzlich. Laut § 16 VZKG übernimmt die neue Bank in dieser Frist Daueraufträge und Lastschriftmandate. Das alte Konto sollten Sie zusätzlich für zwei bis drei Monate parallel laufen lassen, damit ein vergessener Vertragspartner noch eine letzte Buchung am alten IBAN vornehmen kann.

Was tun, wenn eine Bank ein Konto verweigert?

Jede in Österreich rechtmäßig wohnhafte Person hat Anspruch auf ein Basiskonto laut §§ 23 ff. VZKG. Die Gebühr ist mit höchstens €80 pro Jahr gedeckelt (entfällt bei bestimmten Sozialleistungen). Bei einer Ablehnung das Basiskonto schriftlich anfordern und gegebenenfalls bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) anfechten.

Brauche ich eine Kreditkarte zusätzlich zum Girokonto?

Nein, aber sie hilft. Vieles im Online-Shopping, in Hotels und bei Mietwagen läuft heute auch mit Debitkarte. Eine Kreditkarte ist hauptsächlich für internationale Reisen und als Backup nützlich. N26 und DKB liefern Debitkarten gratis. Bei österreichisch-lizenzierten Banken kostet eine Kreditkarte üblicherweise €25 bis €80 pro Jahr.

Kann ich ein Girokonto in Österreich ohne Deutschkenntnisse eröffnen?

Ja. N26 läuft komplett auf Englisch, App, Service und Verträge. Bank Austria bietet ein vollständig englischsprachiges Online-Onboarding. DKB hat teilweise Englisch in der App. Filialbanken (Erste, Sparkasse, Raiffeisen, BAWAG) arbeiten primär auf Deutsch, Englisch hängt vom Personal ab.

Empfehlungen nach Lebenslage

  • Neu in Österreich, nur Englisch, online-first. N26 Standard. Gratis, vollständig englisch, Eröffnung in fünfzehn Minuten nach dem Meldezettel.
  • Gehalt über €700, deutsche IBAN okay. DKB. Gratis als Aktivkund:in, weltweit gebührenfreie Geldautomaten und echte Banklizenz.
  • Filiale gewünscht, größtes Filialnetz. Erste Bank oder Sparkasse, s Kompakt zu €2,52/Monat. Studierende bis 27 fahren mit s Komfort Student gratis.
  • Bareinzahlung in kleinerer Stadt. BAWAG PSK an Postschaltern, KontoBox Light €1,99 oder Klassik €3,99.
  • Reguläres Konto wird verweigert. Basiskonto schriftlich nach §§ 23 ff. VZKG anfordern, gedeckelt bei €80/Jahr.

Was ein Girokonto löst: und was nicht

Das Konto ist der einfache Teil. Die meisten Expats stoßen kurz danach auf dieselben drei Folgefragen: wie bekommt man Kredit ohne KSV-Geschichte, wie ergeben sich realistische Lebenshaltungskosten in Österreich, und welche Reform-Änderungen 2026 betreffen den ersten Gehaltszettel. Dazu haben wir einzelne Ratgeber:

Wer für den Umzug einen kleinen Kredit braucht (Kaution, Möbel, Gebrauchtwagen), kann sich bei Giromatch Österreich für Kreditangebote ansehen. Giromatch ist ein Peer-to-Peer-Kreditmarktplatz mit digitalem Antragsweg, der keine lange österreichische Kredithistorie voraussetzt. Für Kreditnehmer entstehen keine Plattformgebühren, diese trägt der Investor.


Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Ratgeber wurde am 27. April 2026 von der CheckEverything.at-Redaktion vollständig überarbeitet. Wir haben jede Kondition aktuell anhand der Konditionenaushänge der Banken geprüft. Hinweise auf Veränderungen bitte an die Redaktion.

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Stand der Informationen: November 2024. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.