Versicherung

Zahnzusatzversicherung in Österreich: Implantat-Kosten & Leistungen

Zahnzusatzversicherung Österreich: Implantat-Kosten (bis 3.500 EUR), Deckungssummen, Wartezeiten. Welcher Tarif zahlt was?

Von CheckEverything.at Redaktion5. Februar 202611 Min. Lesezeit

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Zahnzusatzversicherung: Implantate ohne finanzielle Sorgen

Ein Zahnimplantat kostet in Österreich zwischen 1.500 und 3.500 EUR – pro Zahn. Die gesetzliche Krankenversicherung (ÖGK) zahlt davon so gut wie nichts. Eine Zahnzusatzversicherung kann diese Lücke schließen. Für einen umfassenden Überblick zur privaten Krankenversicherung siehe unseren Krankenversicherung Ratgeber.

Was kosten Zahnbehandlungen in Österreich?

BehandlungKosten (ca.)ÖGK-ZuschussEigenanteil ohne Zusatz
Einzelnes Implantat1.500 - 3.500 EUR0 EUR1.500 - 3.500 EUR
Implantat + Krone2.500 - 4.500 EUR0 EUR2.500 - 4.500 EUR
Knochenaufbau500 - 2.000 EUR0 EUR500 - 2.000 EUR
Vollprothese800 - 2.500 EURca. 350 EUR450 - 2.150 EUR
Keramikkrone500 - 1.200 EURca. 150 EUR350 - 1.050 EUR
Professionelle Zahnreinigung80 - 150 EUR0 EUR80 - 150 EUR
Preisangaben sind Richtwerte. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Zahnarzt, Region und Material.

Was leistet die Zahnzusatzversicherung?

Typische Leistungen

Zahnersatz (Implantate, Kronen, Brücken):

  • Kostenerstattung: 50-90% der Rechnung
  • Jährliche Höchstgrenzen (Zahnstaffel)
  • Wartezeit: 6-12 Monate

Zahnbehandlung:

  • Füllungen, Wurzelbehandlungen
  • Parodontose-Behandlung
  • Oft höhere Deckung als bei Zahnersatz

Prophylaxe:

  • Professionelle Zahnreinigung: 1-2x pro Jahr
  • Versiegelungen bei Kindern
  • Meist ohne Wartezeit

Die "Zahnstaffel" erklärt

Die Zahnstaffel begrenzt die Leistungen in den ersten Versicherungsjahren:

VersicherungsjahrTypische HöchstleistungBeispiel: Implantat 3.000 EUR
1. Jahr500 - 1.000 EURMax. 1.000 EUR Erstattung
2. Jahr1.000 - 2.000 EURMax. 2.000 EUR Erstattung
3. Jahr2.000 - 3.000 EURMax. 3.000 EUR Erstattung
Ab 4./5. Jahr3.000 - 5.500 EURVolle Leistung möglich

Wichtig: Die Zahnstaffel verhindert, dass jemand kurz vor einer teuren Behandlung eine Versicherung abschließt und sofort die vollen Kosten erstattet bekommt.

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Alter bei EintrittPrämie/Monat (Basis)Prämie/Monat (Premium)
25 Jahreca. 15-25 EURca. 30-50 EUR
35 Jahreca. 20-35 EURca. 40-60 EUR
45 Jahreca. 30-50 EURca. 55-80 EUR
55 Jahreca. 45-70 EURca. 75-120 EUR
Basis: Einfacher Tarif mit 50-70% Erstattung. Premium: Hochwertige Tarife mit 80-90% Erstattung und höheren Deckungssummen.

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Worauf beim Vergleich achten?

1. Erstattungsprozentsatz

Unterschiede:

  • Basis-Tarife: 50-60% Erstattung
  • Komfort-Tarife: 70-80% Erstattung
  • Premium-Tarife: 80-90% Erstattung

Rechenbeispiel Implantat 3.000 EUR:

  • 50% Tarif: 1.500 EUR Eigenanteil
  • 80% Tarif: 600 EUR Eigenanteil
  • 90% Tarif: 300 EUR Eigenanteil

2. Jährliche Höchstgrenzen

Typische Grenzen:

  • Niedrig: 1.500-2.000 EUR/Jahr
  • Mittel: 2.500-4.000 EUR/Jahr
  • Hoch: 5.000-10.000 EUR/Jahr
  • Unbegrenzt: Ab 5. Versicherungsjahr oft möglich

3. Wartezeiten

Standard-Wartezeiten:

  • Zahnbehandlung: 3-6 Monate
  • Zahnersatz/Implantate: 6-12 Monate
  • Prophylaxe: Oft keine Wartezeit

Ausnahmen:

  • Unfall: Meist keine Wartezeit
  • Sofort-Tarife: Ohne Wartezeit, aber teurer

4. Ausschlüsse und Einschränkungen

Achtung bei:

  • Vorhandene Zahnschäden (vor Versicherungsbeginn)
  • Laufende Behandlungen
  • Fehlende Zähne ohne Ersatz
  • Bestimmte Materialien (z.B. Goldkronen)

Zahnzusatz vs. Komplettschutz

Eigenständige Zahnzusatzversicherung

Vorteile:

  • Fokus auf Zahnleistungen
  • Oft günstigere Spezialisten-Tarife
  • Flexibel kombinierbar

Nachteile:

  • Separater Vertrag
  • Keine anderen Gesundheitsleistungen

Zahnschutz als Teil einer Krankenversicherung

Vorteile:

Nachteile:

  • Zahnleistungen evtl. eingeschränkter
  • Höhere Gesamtprämie

Häufige Fragen

Kann ich eine Zahnversicherung abschließen, wenn ich schon schlechte Zähne habe?

Ja, aber bereits vorhandene Schäden oder laufende Behandlungen sind nicht gedeckt. Manche Versicherer fragen nach fehlenden Zähnen und können diese vom Vertrag ausschließen.

Lohnt sich die Zahnzusatzversicherung?

Rechenbeispiel: Bei einer Prämie von 35 EUR/Monat (420 EUR/Jahr) und einem Implantat-Zuschuss von 2.500 EUR nach der Zahnstaffel haben Sie nach 6 Jahren die Kosten wieder herein. Wenn Sie zwei Implantate benötigen, rechnet es sich bereits früher.

Was bedeutet "Summenbegrenzung entfällt"?

Ab einem bestimmten Versicherungsjahr (meist nach 4-5 Jahren) gibt es keine jährliche Höchstgrenze mehr. Sie können dann unbegrenzte Leistungen in Anspruch nehmen.

Werden Implantate immer bezahlt?

Implantate sind in den meisten Tarifen enthalten, aber:

  • Oft mit niedrigerem Erstattungssatz als Zahnbehandlungen
  • Zahnstaffel begrenzt die Leistung in den ersten Jahren
  • Manche Tarife schließen bestimmte Implantatsysteme aus

Checkliste: Zahnzusatzversicherung abschließen

Vor dem Abschluss:

  • [ ] Aktuellen Zahnstatus beim Zahnarzt prüfen lassen
  • [ ] Fehlende Zähne dokumentieren
  • [ ] Geplante Behandlungen melden (sonst kein Schutz!)
  • [ ] Mehrere Tarife vergleichen

Auf diese Punkte achten:

  • [ ] Erstattungssatz für Implantate (mindestens 70-80%)
  • [ ] Höchstgrenze pro Jahr (mindestens 3.000 EUR)
  • [ ] Zahnstaffel: Wann volle Leistung?
  • [ ] Wartezeit: Wie lange?
  • [ ] Prophylaxe-Leistungen (Zahnreinigung)

Fazit

Eine Zahnzusatzversicherung ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie in den nächsten Jahren Zahnersatz benötigen könnten. Die Kosten für Implantate von mehreren tausend Euro können die Prämien schnell rechtfertigen.

Der ideale Zeitpunkt: Solange Ihre Zähne noch gesund sind. Dann haben Sie keine Vorschäden, die ausgeschlossen werden könnten, und die Prämien sind niedriger.

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Haftungsausschluss: Die Kostenangaben sind Richtwerte und können je nach Behandler und Region variieren. Die Leistungen der Versicherungen unterscheiden sich. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an die Versicherungsanbieter.

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Stand der Informationen: November 2024. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.